Frühlingstour durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft 2019

Martin Louis Schmidt (AfD) über seine zweimonatige Besichtigungstour durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft: „Politik muss mehr für kleine Museen tun!“

Am 2. Juni 2019 beendete der AfD-Kultur- und Tourismuspolitiker Martin Louis Schmidt seine vor genau zwei Monaten begonnene Frühlingstour durch die Museumslandschaft von Rheinland-Pfalz. Ergänzend zum „Welterbetag“ am letzten Sonntag appelliert Schmidt angesichts seiner jüngsten Besichtigungseindrücke von 15 überwiegend kleineren Museen: „Wir dürfen neben den auch international ausstrahlenden Weltkulturerbestätten die zahlreichen kleineren Museen nicht aus dem Blick verlieren. Hier muss die Politik mehr tun, zumal nicht wenige der insgesamt rund 430 Museen in unserem Bundesland in einer personell und/oder finanziell schwierigen Lage sind, weil sie sich in kommunaler Trägerschaft befinden und die Gemeinden gerade bei den freiwilligen Leistungen im Kulturbereich Einsparungen vornehmen.“

Schmidt ergänzt:

„Andere museale Einrichtungen sind privat organisiert und müssen angesichts der zusehends überalternden Trägerpersönlichkeiten und -vereine als perspektivisch gefährdet wahrgenommen werden. Hier könnten als erster Schritt gut dotierte Landeswettbewerbe für besonders gut geführte und engagierte kleinere Museen gerade im ländlichen Raum eine sinnvolle Maßnahme darstellen.“

Vor diesem Hintergrund hat Martin Louis Schmidt als Vertreter seiner Landtagsfraktion im Ausschuss für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur für dessen Sitzung am 6. Juni einen Antrag über die „Lage und Perspektiven der Museen in Rheinland-Pfalz“ eingebracht.

„Was für ein großartiger kulturgeschichtlicher Schatz gerade unsere Museen sind, ist mir in den letzten Wochen deutlicher denn je geworden“, betont Schmidt. Er würdigt die „außerordentlichen touristischen Chancen“ des am Anfang seiner Tour stehenden Museums unterm Trifels in seinem südpfälzischen Wohnort Annweiler ebenso wie die „beeindruckenden Ausmaße und aufwändigen museumsdidaktischen Modernisierungen“ im Westwall-Festungswerk Gerstfeldhöhe bei Pirmasens. Demgegenüber kritisiert er die „Vernachlässigung, ja Geringschätzung“ des literarischen Erbes von Stefan George, die bei der Besichtigung des kaum frequentierten und dringend überarbeitungsbedürftigen George-Museums in dessen Heimatstadt Bingen offenkundig werden. Ebenso bedauert Schmidt die nur sporadischen Öffnungszeiten etwa des Deutschen Auswanderermuseums in Oberalben, das von einer seitens der AfD seit Jahren vorgeschlagenen Themenstraße auf den Spuren der deutschen Amerikaauswanderung „massiv profitieren könnte“.

„Ausdrücklich empfehlenswert sind zum Beispiel auch das Musikantenland-Museum auf der Burg Lichtenberg bei Kusel, das ich am diesjährigen Internationalen Museumstag am 18. Mai zusammen mit zahlreichen anderen Besuchern erleben durfte, das faszinierende Museum für Zeit in Rockenhausen oder das liebevoll gestaltete Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg samt der hervorragend gemachten Sonderausstellung „A Piece of the Rhine: Amerikanische Besatzung im Brückenkopf Koblenz 1918-1923“ (noch bis 28.7.). Ähnliches Lob verdienen das Deutsche Schuhmuseum in Hauenstein, das Museum für Stadtgeschichte in Landau und nicht zuletzt das private Blücher-Museum in Kaub am Rhein“, so Schmidt.

Martin Louis Schmidt, MdL, ist Sprecher für Kultur, Geschichte und Tourismus der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

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Die Stärkung der Museen – jenen in den großen Städten ebenso wie in Kleinstädten und auf dem Dorfe – ist für die AfD eine Herzensangelegenheit. Gerade die kleineren Museen in den ländlichen Räumen gilt es durch sehenswerte Ausstellungen, gute Konzepte, attraktive Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt eine angemessene finanzielle Ausstattung als vitale Orte unserer heimischen kulturellen Überlieferung zukunftsfähig zu machen.

Im bereits 2016 verabschiedeten Kulturprogramm des Landesverbandes Rheinland-Pfalz der Alternative für Deutschland (AfD) heißt es dazu: „Wir setzen uns für ein ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein und eine lebendige Erinnerungskultur ein. Vor diesem Hintergrund sehen wir in einer vielfältigen bürgernahen Museumslandschaft und der Pflege von Denkmälern und Gedenktagen ein starkes gesamtstaatliches Interesse.“

Im Bewusstsein dieses Bekenntnisses zu Geschichts-, Traditions- und Heimatbewusstsein begibt sich der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag, Martin Louis Schmidt, dieser Tage auf eine umfassende Besichtigungstour durch die rheinland-pfälzische Museumslandschaft. Den Anfang machte er am 2. April in seinem Wohnort Annweiler mit dem Besuch einer Vortragsveranstaltung im Museum unterm Trifels, für dessen dauerhaften Erhalt mittels einer festen Leitungsstelle er sich parlamentarisch wiederholt eingesetzt hatte.

Schmidt hörte sich dort einen Bildervortrag von Bernd Engel über „Lügen historischer Bilder“ an. Als Kernbotschaft ließ sich mitnehmen, dass die heute allerorten beschworenen sogenannten „Fake News“ keinesfalls eine geschichtliche Besonderheit oder gar Neuerfindung darstellen, sondern als Bildfälschungen, diplomatische Manöver und Propagandalügen schon seit Menschengedanken zum Arsenal der (Macht-) Politik zählen.

Als weitere Stationen seiner 15 Museen umfassenden Informationstour quer durchs Land plant Schmidt bis zum Abschluss am 18. Mai (Internationaler Museumstag 2019) Besuche in folgenden Einrichtungen:

  • Pfälzisches Sportmuseum in Hauenstein mit der noch bis zum 1. Mai zu besichtigenden Sonderausstellung „Horst Eckel. Windhund, Weltmeister & Mensch“;
  • Museum für Stadtgeschichte Landau i. d. Pfalz;
  • Musikantenland-Museum auf der Burg Lichtenberg bei Kusel;
  • docu center Ramstein;
  • Westwall-Museum Festungswerk Gerstfeldhöhe in Pirmasens mit seiner am 8. März neu eröffneten Dauerausstellung;
  • Museum für Zeit in Rockenhausen;
  • Deutsches Auswanderermuseum in Oberalben;
  • Museum für Antike Schifffahrt in Mainz;
  • Blücher-Museum Kaub;
  • Stefan-George-Museum in Bingen;
  • Sayner Hütte in Berndorf mit dem neuinszenierten Hochofen und einer erst seit dem 8. März der Öffentlichkeit zugänglichen neuen Ausstellung zur Geschichte dieser einzigartigen Eisengießerei Im Landkreis Mayen-Koblenz;
  • Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg;
  • Deutsches Telefon-Museum in Morbach;
  • Rheinisches Landesmuseum Trier

Zu den Zielen seiner Besuchsreihe erklärt der Kulturpolitiker: „Vor allem möchte ich mir vor Ort ein Bild machen über die Qualität der Museen, ihre Wünsche und Probleme. Dabei ist eine mediale Begleitung in Form von Pressemitteilungen oder auf meiner MdL-Netzseite (www.martin-louis-schmidt.de) eingeplant, und ganz bestimmt wird der ein oder andere Eindruck auch parlamentarische Folgen haben. Schließlich muss die AfD auch in diesem Bereich alles tun, um aus der Rolle als Oppositionspartei heraus wichtige Anstöße zu geben. Denn es geht bei den Museen um Kernbestände unseres nationalen Kultur- und Geschichtserbes.“

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